GELEGENHEITSARBEIT FÜR PENSIONIERTE

Interview mit Mietrentner Hans Merki

Arbeit 50plus, Rentarentner
Wie wird man eigentlich Mietrentner, was sagt das private Umfeld dazu und was kann so alles bei Aufträgen passieren? Hier ein Interview mit Hans Merki, einem pensionierten Elektromonteur, der seine Dienste via Rent a Rentner anbietet.

Wie sind Sie auf Rent a Rentner aufmerksam geworden?
Durch einen Bericht im Tagesanzeiger.
 
Was hat Sie motiviert, weiterzuarbeiten?
Ich habe in meinem Berufsleben immer einen fliessenden Übergang zwischen Arbeit und Freizeit gelebt, und das mache ich jetzt mit dem Übergang ins Rentenalter genauso. Ich schätze diesen «Unruhezustand», da ich meine Agenda fast ganz selbst bestimme. Aber solange ich physisch und psychisch gesund bin, ist es nicht meine Art, meine Tage ohne eine «Tat» zu verleben. Aktiv zu sein – im Geiste wie auch mit dem Körper – hält jung und gesund. Und eine Belastung für die Krankenkasse bin ich erst recht nicht. Ausserdem bin ich ein Verfechter des «Knowledge Sharing»: Ich habe in vielen Ländern gearbeitet und gelernt, dass jeder Mensch in jeder Kultur Werte und Fähigkeiten hat, von denen ich selbst auch profitieren konnte. Geben ist mehr als Nehmen!

Seit wann sind Sie dabei?
Seit April 2010.
 
Wie oft werden Sie gebucht?
Zu oft! Ich will seit Beginn meiner Mitgliedschaft etwa zwei Einsätze pro Monat im Durchschnitt ausführen, da ich noch einen Teilzeitjob habe und viel im Ausland bin. Es gibt aber Zeiten, wo ich zwei oder drei Einsätze pro Woche erledige und das nur, um meinen geschätzten Auftraggebern entgegen zu kommen. Ich habe nämlich schon einige Stammkunden, die ich natürlich nicht warten lassen und vertrösten will!

Was meint Ihr Umfeld dazu, dass Sie via Rent a Rentner noch arbeiten?
Ich bekomme sehr positive Reaktionen, und habe einige Bekannte und Freunde, die sich auch schon bei der Plattform angemeldet haben.

Was war Ihr schönstes Erlebnis mit Rent a Rentner?
Für eine junge Frau musste ich Küchenlampen installieren. Als ich fertig war, haben wir ein interessantes Gespräch geführt. Dabei erwähnte sie, dass sie noch einige andere spezielle Probleme mit Lampen habe, und die habe ich dann gleich für sie gelöst. Die Dame war wirklich sehr erfreut, dass ich diese Arbeiten so schnell für sie erledigen konnte: ihren Freund (ein Elektromonteur) hatte sie schon unzählige Male vergeblich um Hilfe gebeten.

Was war Ihr aussergewöhnlichster Auftrag?
Da gab es eine Frau, deren Mann vor kurzem verstorben war, und der eine so genannte «fliegende», also nicht nach Vorschrift ausgeführte Elektroinstallation im Schlafzimmer ausgeführt hatte. Sie wusste davon und machte sich wirklich Sorgen, dass die Wohnung oder sie selbst Schaden nehmen könnten. Aber den Elektromonteur in der Verwandtschaft wollte sie nicht um Hilfe bitten, um ihren Mann nicht in ein schlechtes Licht zu rücken...

Haben Sie auch schon mal selbst Aufträge an Rentner gegeben? Also: beauftragen sich auch Rentner gegenseitig?
Ja, regelmässig sogar, und zwar um meine Katze zu hüten. Ich habe aber auch schon mit anderen zusammen Aufträge ausgeführt oder Kunden andere Mietrentner empfohlen.

Können Sie sich vorstellen, ein Adoptivrentner zu werden?
Nein, weil mir das ein zu intensives Mandat mit zu regelmässigen «Einsätzen» wäre.

Wie lange möchten Sie noch tätig sein, bis Sie in den «endgültigen Ruhestand» treten?
Solange meine Gesundheit es weiterhin zulässt, gibt es für mich kein Datum!


www.rentarentner.ch

Über Rent a Rentner
Rent a Rentner ist die weltweit erste Online-Plattform – und damit das Original – auf der man Rentnerinnen und Rentner mieten kann. Und umgekehrt. Egal für was: fürs Dogsitting, als Babysitter, als Gärtner, um einen lästigen IKEA-Schrank zu montieren und und und. Seit neuestem kann man sie auch gleich noch adoptieren. www.rentarentner.ch