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Mit 7 Tipps zum neuen Job

Sie sind erfahren und gelassen: Spielen Sie Ihre Trümpfe aus, wenns um einen neuen Job geht.

Sie sind erfahren und gelassen: Spielen Sie Ihre Trümpfe aus, wenns um einen neuen Job geht.

Trotz ihres reichen Erfahrungsschatzes und ihrer Routine haben viele ältere Menschen Mühe, einen Job zu finden. Die wirtschaftlich schwierige Situation zwingt einige Pensionierte zurück in die Arbeitswelt. Andere wurden entlassen, obwohl sie ihren vermeintlichen Lebensjob auf sicher hatten. Sie begegnen einem Phänomen, das sie längst hinter sich geglaubt hatten. Hier finden Sie sieben Tipps, wie Sie gegen die Vorurteile gegenüber älteren Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt ankämpfen können.

Geld ist bei weitem nicht der einzige Grund, warum ältere Arbeitnehmer zurück in den Arbeitsprozess wollen. Vielleicht suchen sie eine neue Herausforderung, vielleicht wurden sie entlassen, sicher wollen sie aber aktiv und engagiert bleiben - und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. 
Wenn sie ihren Fuss in eine Türe bekommen, nehmen sie die Gelegenheit wahr. Die nächste grosse Herausforderung zu finden, ist auf jeder Stufe einer Karriere erstrebenswert. Ältere Arbeitnehmer sind aber immer wieder mit fiesen Stereotypen konfrontiert: Sie seien weniger energetisch und könnten sich nicht mehr begeistern wie junge Angestellte, würden gar nur noch die Zeit bis zur Pensionierung absitzen wollen. 
Unglücklicherweise bringen sich viele Arbeitgeber selbst um den Vorteil, ihre Firma von der Erfahrung und dem Reichtum an Wissen der erfahrenen Arbeitnehmer profitieren zu lassen. Viele Arbeitgeber ziehen nicht einmal in Betracht, Mitarbeiter über 50 anzustellen. Nach der Pensionierung eine neue Anstellung zu suchen, lässt sich mit der Suche nach dem ersten Job nach der Schule oder der Universität vergleichen: Sie müssen etwas härter arbeiten, um einen Fuss in die Türe zu bekommen und den Arbeitgeber zu überzeugen, dass er sie anstellen soll.

Dank diesen sieben Tipps lässt sich eine erfüllende Arbeit finden:

  1. Modernisieren Sie Ihre Erscheinung. Wenn ihre Kleider und ihr Haarschnitt aus der Mode sind, haben einige Arbeitgeber das Gefühl, ihr Arbeitsstil sei genauso altmodisch. Wenn Sie lange nicht gearbeitet haben, werden Sie feststellen, dass der Kleiderstil in den Büros einiges informeller geworden ist. Krawatte ist kaum mehr zwingend, Anzug abhängig von der Position und der Branche. Dabei muss man aber nicht zur Fashion Victim werden oder viel Geld für einen neuen Stil ausgeben. Einige Hemden und Hosen von H&M oder Zara genügen vollauf. So kommen Arbeitgeber gar nicht auf die Idee, ältere Arbeitnehmer könnten schon rein optisch dem Ruf ihres Unternehmens schaden. Wichtig auch: Bleiben Sie in Form. Turnen Sie regelmässig, treiben sie Sport.
  2. Haben Sie Geduld. Eine Arbeit zu finden ist in jedem Alter herausfordernd. Wiedereinsteiger oder Stellenwechsler über 50 müssen erst recht geduldig und fleissig sein. Viele Angestellte mit mehr als 35 Jahren Erfahrung glauben, dass ihnen deswegen jeder Job in den Schoss fällt. Leider nicht. Manche Arbeitgeber denken nicht daran, einen Silver Ager einzustellen.
  3. Zeigen Sie Selbstbewusstsein - aber nicht zu viel. Werben Sie für sich selbst. Sagen Sie in einem Anstellungsgespräch ruhig, wo Ihre Stärken liegen und wie Sie die Firma davon profitieren lassen wollen. Denken Sie daran, dass Selbstvertrauen der Schlüssel zum Erfolg sein kann, Überheblichkeit allerdings das Gegenteil bewirkt.
  4. Legen Sie ihr BlackBerry oder Ihr iPhone beiläufig auf den Tisch. Ü50 haben oft eine schlechten Ruf in Bezug auf neue Technologien. Sie gelten als ignorant oder überfordert. Sind Ihre Computerfertigkeiten auf dem neusten Stand? Wenn nicht, sollten Sie einen Kurs besuchen.
  5. Unbedingt netzwerken, Verbindungen auffrischen. Wenig überraschend kommen Jobangebote oder Ideen von Freunden, der Familie oder Arbeitskollegen. Suchen Sie aber auch auf Job-Portalen, in Zeitungen, in Jobbörsen, auf Unternehmenswebseiten, bei Headhuntern und Jobmessen nach etwas Passendem.
  6. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Erfahrung, nicht auf ihre Alter. Begegnen Sie negative Altersstereotypen, in dem Sie auf Ihr praktisches Wissen verweisen. Zeigen Sie ruhig Ihren Stolz auf das, was Sie erreicht haben in Ihrem Arbeitsleben, auf Ihre Reife und Weisheit. Einige Experten raten gar dazu, im CV auf die wichtigsten Stationen und Erfolge der vergangenen 20 Jahre detailliert zu verweisen, bei länger zurückliegenden Ereignissen wie Uniabschluss und ähnlichem die Jahreszahlen wegzulassen.
  7. Überlegen Sie sich einen Berufswechsel. Einige Babyboomer wechseln vom Operativen in die Beratung, kümmern sich mit ihrer Erfahrung um kleinere Firmen oder Start-ups. Oder sie machen sich erstmals im Leben selbständig und machen den mutigen Schritt ins Unternehmertum.