Phobien

Wie Sie sich gegen irrationale Ängste wehren können

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Wie überwindet man irrationale Angst (Bild Oleg Didenko on Unsplash)

Phobien, also irrationale Ängste, mindern die Lebensqualität und können zu ernsthaften Folgen für die Gesundheit führen. 

Obwohl die meisten Menschen mit irgendwelchen Ängste konfrontiert sind, können sie diese rationalisieren und mit ihnen umgehen. Allerdings können Phobien auch die Kontrolle über Ihr Leben übernehmen.

Dann benötigen Sie Strategien, um diese Ängste zu überwinden. Eine Phobie kann jeden Lebensbereich betreffen. Die häufigsten sind die Arachnophobie, die Angst vor Spinnen, Höhen- sowie Platzangst und die Angst vor Bakterien, Viren und sonstigen Krankheitserregern, insbesondere den in den Medien genannten wie Corona, Sars, Ebola oder HIV. 

6 Tipps zur Überwindung einer irrationalen Angst 
Wenn Sie wissen, dass Sie eine irrationale Angst haben und diese beginnt, Ihr tägliches Leben zu beeinträchtigen, kann es sehr schwierig sein, damit umzugehen.

Hier sind Tipps, mit denen Sie Ihre irrationale Angst aus Ihrem Leben verbannen können.

1. Identifizieren Sie Ihre Angst und werden Sie ihrer bewusst 
Sie werden vielleicht überrascht sein, aber Phobien sind nicht immer offensichtlich. Es kommt durchaus häufiger vor, dass eine Angst von einer anderen überlagert wird, was dann bei der Bekämpfung der Phobie zu Fehlschlägen führt.

Deshalb ist es wichtig zu unterscheiden, was Ihnen grosse Sorgen macht und was Ihre Phobie ist.

Sobald Sie festgestellt haben, wann Sie sich verängstigt fühlen, können Sie die Phobie beim Namen nennen und bekämpfen. Sind Sie soweit gekommen, machen Sie sich die Phobie bewusst und konfrontieren Sie sich damit.

So erkennen Sie, was bei Ihnen die Auslöser für diese Ängste sind. Wissen Sie, wann und warum Ihre Phobie auftritt, ist es leicht,  diese zu überwinden und wieder die Kontrolle zu übernehmen.

2. Vergeben Sie sich - akzeptieren Sie sich 
Der Umgang, das Leben mit einer Phobie verlangt, dass Sie diese Ängste klar erkennen und akzeptieren. Es hilft nichts, über diese teils lächerlichen Ängste wütend zu werden, dies verschlimmert die Angstzustände für gewöhnlich nur.

Vergeben Sie sich für diese Schwäche, womit Sie der Überwindung Ihrer Phobie einen Schritt näher kommen. Dieses Vergeben ist wichtig, denn so konzentrieren Sie sich darauf, was Sie gegen die Phobie unternehmen werden - nicht darauf, wie frustriert Sie über die Situation sind.

3. Stellen Sie sich schrittweise Ihrer Angst 
Wenn Sie beispielsweise mit einer irrationalen Höhenangst kämpfen, stellen Sie sich eine Woche lang jeden Tag auf einen Stuhl, dann auf den Tisch, die Leiter, klettern Sie aufs Dach Ihrer Garage und so fort.

Zum Abschluss dieser Selbsttherapiebewältigen Sie den Parcours in einem Kletter- oder Baumwipfelgarten oder fliegen an einer Zipline ins Tal. Diese Übung ist bereits als privates Abschlussexamen ausreichend, kann aber mit einem Drachenflug oder einem Fallschirmsprung im Tandem leicht überboten werden.

4. Lernen und üben Sie, was Sie beruhigt
Probieren Sie bestimmte Praktiken aus, die Ihnen helfen, sich zu beruhigen. Dieser Schritt ist mit Probieren verbunden. Angst überwältigt und wir fühlen uns hilflos, haben keine Kontrolle mehr. Anstatt in Panik zu verfallen, testen Sie verschiedene beruhigen Methoden aus: 

- Musik hören
- Meditieren
- Yoga
- Atemübungen
- Tanzen

5. Bleiben Sie präsent
Wenn Sie sich Ihrer Phobie stellen oder darüber nachdenken, wird die Angst sich in Ihnen ausbreiten und Ihr Stresslevel steigt. Konzentrieren Sie sich sofort auf die Gegenwart, auf Ihre unmittelbare Umgebung, denn dies hilft, sich zu beruhigen und diese Angst zu überwinden.

6. Reflektieren Sie das Erreichte 
Stellen Sie niemals Misserfolg in den Vordergrund, nur Erfolge. Es ist ein einfacher Trick, der ein wenig von Selbstbetrug mit sich bringt, aber es funktioniert.

Lassen Sie Ihrer inneren Freude über das Erreichte freien Lauf und verdrängen Sie jeden Gedanken an die missglückten Versuche. 
Sie werden feststellen, dass

- Sie sich so ruhiger fühlen
- mehr Gelassenheit an den Tag legen
- Ihr Stresslevel sinken wird
- sich Ihr Selbstbewusstsein festigt

Was verursacht Phobien?
Phobien manifestieren sich häufig in der Kindheit, können sich aber auch bei Erwachsenen entwickeln. Phobien sind eine grundlos empfundene, intensive Angst, beispielsweise vor Höhen, Wasser, Menschenmengen, geschlossenen Räumen, Virenwie Corona, Spinnen, Schlangen, Clowns, Hunden, etc.

Im Prinzip kann alles im Fokus einer Phobie stehen, selbst niedliche Babys oder bunte Luftballons. Wirklich alles kann sich zu einer Phobie entwickeln, ohne dass eine rationale Gefahr für die eigene Gesundheit oder das Leben davon ausgeht.

Es gibt keine direkte Ursache für Phobien, es gibt jedoch einige Faktoren, die eine Phobie begünstigen. Es gibt Hinweise, dass Phobien vererbt werden, von nahestehenden Personen übernommen, also erlernt werden oder von äusseren Einflüssen verursacht werden, beispielsweise durch einen Alptraum, einen Kinofilm, einen Roman oder eine Dokumentation.

Fest steht, dass schreckliche Vorfälle imLeben Phobien auslösen können, beispielsweise ein Verkehrsunfall, der Tod eines nahestehenden Menschen oder der Aufenthalt in einem Kriegsgebiet. 

Werden Kurse gegen Proben angeboten?
Ja, allerdings nicht für alle irrationalen Ängste. Einige Krankenkassen bieten regelmässig Kurse gegen die geläufigen Phobien, wie die Angst vor Seinen an, um den Erhalt der Gesundheit ihrer Versicherungsnehmer zu garantieren.

Ausserdem werden Sonderkurse veranstaltet, meist dann wenn aktuell Viren wie Corona, Ebola oder SARS auftreten. Darüber hinaus inszenieren etliche Fluggesellschaften regelmässig Kurse gegen Flugangst, offensichtlich, um diese Menschen zum buchen eines Tickets zu bewegen. 

Wie lange hält eine Phobie an?
Fast immer ein Leben lang, es sei denn, Sie unternehmen etwas gegen diese irrationale Angst. Allerdings ist zu beobachten, dass sich Phobien mit fortschreitendem Alter vermehren können.

Haben Sie als Kind nur unter Angstzuständen gelitten, wenn Sie ein Spinne gesehen haben, können Ü50 Höhenangst, Platzangst oder die unbegründete panische Angst vor Corona, Krebs oder dem plötzlichen Herztod dazugekommen sein.