FREERIDE TRANSALP

Eine Flanke versperrt den Weg

Schattenspiel während der Königsetappe von Zuoz nach Klosters. Fotos: Julian Bückers.

Lassen sich die Alpen von Italien bis an die Grenze Bayerns mit Freeride-Skis und Fellen auf dem direkten Weg überqueren? Vier Bergführer und 13 Skifans haben das Abenteuer auf Einladung der Firmengruppe MDV (Marker, Dalbello, Völkl) gewagt. Etappe 2: Zuoz nah Klosters.

Mittwoch: Vom Engadin ins Prättigau

Die Königsetappe! Nicht wegen der Länge, aber wegen drei anspruchsvollen Aufstiegen. Netterweise wird der Sessellift in Zuoz für uns trotz Saisonende kurz angestellt.

Danach führt der Weg steil hinauf, während uns der Malojawind um die Ohren pfeift. Beim Piz Viroula (3062 m) versperren uns steile Flanken den Weg.

Die Bergführer suchen sich den bestmöglichen Übergang aus. Sie graben ein Profil und untersuchen die Schneeschichtenlage. Wäre es zu gefährlich gewesen, hätten wir umkehren müssten.

So aber nehmen wir den Hang in Angriff, erreichen mit Spitzkehren fast den Grat, müssen aber für die letzten Meter die Skis auf den Rucksack schnallen und uns Tritt um Tritt hinauf kämpfen.

Oben angekommen klettern wir durch ein schmales Felscouloir hinunter und steigen wieder in die Bindungen. Ein Gefühl von totaler Zufriedenheit, von Freiheit erfasst uns.

Ein paar Schwünge im Tiefschnee, schon wartet der Aufstieg zum Piz Val Müra (3162 m), dem höchsten Punkt der Etappe. Wieder hinunter ins nächste Tal, an der Kesch-Hütte vorbei.

Ein langer, dritter Aufstieg, die Beine werden müde, alle hoffen, dass hinter der nächster Kuppe das Ziel in Sicht kommt. Schliesslich stehen wir auf dem Sertigpass.

Noch immer liegt der Schnee hier meterhoch. Nur die Spitze des Wegweisers schaut hinaus. Schneetreiben und Nebel begleitet uns hinunter ins idyllische Walserdorf Sertig.

Der Bus bringt uns, glücklich über den geschafften Tag, ins Hotel Sport nach Klosters, wo die dritte Etappe starten wird.

Zahlen zur Freeride Transalp Etappe:

Zuoz nach Klosters
Strecke: 18 km
Dauer: 4:39 Std.
Aufstieg: 1736 m
Abstieg: 1685 m