Arbeitsgedächtnistraining lindert ADHS – auch für ü50

Unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung oder ADHS leiden fünf bis sechs Prozent aller Kinder und rund vier Prozent aller Erwachsenen.
Arbeitsgedächtnistraining lindert ADHS – auch für ü50
Arbeitsgedächtnistraining lindert ADHS – auch für ü50

Viele Geschwister, Väter oder Mütter von ADHS betroffenen Kindern leiden ebenfalls unter dieser Problematik. Dies bestätigt, dass es sich bei der ADHS im Kern um eine genetisch bedingte, neurobiologische Störung handelt. Dass ausgerechnet Arbeitsgedächtnis-Training ADHS ohne Medikamente lindern kann ist sehr erfreulich. Also Gehirntraining statt Ritalin....

Das Arbeitsgedächtnis wirkt für das Lösen von vielen kognitiven Aufgaben zentral. Es hängt stark mit dem präfrontalen Kortex (Stirnlappen) des Gehirns zusammen. Defizite des Arbeitsgedächtnisses(Dopaminhemmung) treten bei einigen Störungen auf. Dazu gehören Schlaganfälle, traumatische Gehirnverletzungen und vor allem ADS/ADHS. ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung.

Kann durch Gehirntraining das Arbeitsgedächtnis verbessert werden? Die Antwort ist entschieden ja. Die Aussage: Arbeitsgedächtnistraining anstelle von Ritalin, ist im Ansatz richtig! Torkel Klingberg erforscht seit etlichen Jahren am Karolinska Institut und an der Stanford Universität die neuronalen Grundlagen des Arbeitsgedächtnisses und deren Defizite bei Kindern und Erwachsenen. Seit jeher wurde angenommen, dass die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses eine fixe Eigenschaft des Individuums ist. Viele Entwickler um bekannte Neurologen begannen Arbeitsspeicherprogramme zu entwickeln. Während des Trainings wird die Leistung adaptiv dem Probanden angepasst, seine Daten gespeichert und für laufende und spätere Analysen verwendet.

ADHS bei Erwachsenen , das Wichtigste im überblick

Circa 4 Million Erwachsene im deutschsprachigen Raum (4 %) leiden an ADHS. Die Anzeichen sind: Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität, Hypersensibilität, Emotionalität, Ich-Bezogenheit und mangelnde Selbstregulation. Schwierigkeiten beim Erwerb wichtiger sozialer Kompetenzen.

Wie zeigt sich das konkreter? Personen mit ADHS provozieren Streit und können ihn nicht beenden; sie sind unaufmerksam beim Zuhören, unterbrechen andere oder reden selbst ununterbrochen; sie leiden unter Stimmungsschwankungen und Wutanfällen; sie stehen im Gespräch plötzlich auf oder führen parallele Aktivitäten aus; sie treffen spontane Entscheidungen, ohne alle Beteiligten vorher zu fragen. Sie erzeugen wegen dieser Eigenarten bei anderen einen hohen Leidensdruck und erleiden ihn wiederum, weil andere auf sie entsprechend gereizt reagieren.

Ratschlag an Erwachsene mit ADHS

Probieren Sie es mit Arbeitsspeicher-Training. Es müsste bei Ihnen genau so helfen wie bei Kindern. Denn es gibt keinen Grund für die Annahme, dass bei Erwachsenen andere Vorgänge im Gehirn ablaufen als bei Kindern. Arbeitsspeicher-Training erhöht Aufmerksamkeit und flüssig-IQ in jedem Fall. Verbesserungen nach einem konsequenten Training sind immer feststellbar.


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