GESUNDHEIT

Fitness schützt vor Depressionen im Alter

Bewegung hilft gegen so viele Dinge – auch gegen Depressionen (Foto: Clique Images on Unsplash).

Sport ist nicht nur gut für den Körper, er kann auch die Psyche gesund halten, wie jetzt Ergebnisse einer Langzeituntersuchung des texanischen Cooper Institute zeigen.

Das Cooper Institute wurde 1970 in Dallas von dem Sportmediziner Kenneth Cooper gegründet, der einer der Pioniere der Aerobics-Bewegung ist. Das Cooper Institute bietet eine präventive Gesundheitsberatung an.

Alle Kunden werden zu Beginn einem Fitness-Test unterzogen, dessen Ergebnisse der Epidemiologe des Instituts Benjamin Willis mit späteren Daten von Medicare angeglichen hat, der staatlichen Kran­ken­ver­siche­rungen für Senioren.

Zunächst bestätigt Willis die bekannte Tatsache, dass Sport vor Herzkrankheiten schützt. Kunden, die im Alter von 50 Jahren zum Fünftel mit der besten körperlichen Fitness gehörten, hatten ein um 61 Prozent niedrigeres Risiko, vorzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben.

Die Hazard Ratio von 0,39 war mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,31 bis 0,48 hoch signifikant. Die Analyse ergab jedoch auch, dass das fitteste Fünftel der Kunden im Alter seltener wegen Depressionen behandelt werden musste.

Die protektive Wirkung war nicht so gross wie bei der kardiovaskulären Mortalität. Die Hazard Ratio von 0,84 (0,74-0,95) bedeutet jedoch, dass Sport das Risiko um etwa 16 Prozent senken kann.

Die Studie kann trotz der langen Beobachtungszeit nicht ausschliessen, dass Menschen sich weniger bewegen, weil sie an Depressionen leiden (reverse Kausalität).

Sport könnte jedoch auch für Menschen mit Depressionen eine Möglichkeit sein, durch vermehrte Bewegung wieder den Weg zur emotionalen Ausgeglichenheit zu finden.