Alzheimer- Wie Sie sich dagegen wehren können

Sie ist eine der perfidesten Krankheiten, die uns im Alter heimsuchen können. Sie schleicht sich langsam an, sie breitet sich langsam aus.
Heilbar ist die Krankheit noch nicht, aber vorbeugen ist möglich.
Heilbar ist die Krankheit noch nicht, aber vorbeugen ist möglich.

Weder der Patient noch die Angehörigen merken anfangs etwas, wenn die Alzheimerkrankheit wieder zuschlägt. Die Forschung weiss noch zu wenig über das menschliche Hirn, um ein wirksames Gegenmittel zu entwickeln. Immerhin weiss man aber eins: Vorbeugen ist möglich. Tägliche Spaziergänge und der Verzicht auf Fertiggericht minimieren das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, bereits zu einem guten Teil.  

So beugen Sie vor

Die Alzheimer Krankheit macht etwa 60 Prozent aller Demenzerkrankungen weltweit aus. Es handelt sich dabei um eine neurodegenerative Erkrankung (langsam fortschreitend, die Nervenzellen betreffend) des Nervensystems. Im Krankheitsverlauf kommt es zu einer zunehmenden Verschlechterung der kognitiven (geistigen) Leistungsfähigkeit, da Nervenzellen und Nervenzellenkontakte langsam verloren gehen. Alzheimer ist bislang nicht heilbar, was Präventivmassnahmen nahezu unabdingbar macht.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Es erkranken fast ausschliesslich Menschen höheren Alters an Alzheimer. Deshalb stellt das Alter, man sagt etwa ab 65 Jahren, einen Risikofaktor dar. Erschwerend ins Gewicht fallen Faktoren wie etwa Bewegungsmangel, eine ungesunde Ernährungsweise, lang andauernder Stress, eine unzureichende Beschäftigung des Gehirns, Alkoholismus und eine familiäre Veranlagung. Wenn in der Familie ein Verwandter ersten Grades an einer Demenz erkrankt ist, so ist das Erkrankungsrisiko zwischen 2- bis 4-mal höher.

Welche Symptome und Warnanzeichen gibt es?

Häufig haben Betroffene Angst vor gesellschaftlicher Stigmatisierung und Isolation. Etwa 25 Prozent der Betroffenen verheimlichen aus Angst vor negativen Vorurteilen, dass sie an Alzheimer erkrankt sind. Von daher ist es wichtig, dass auch das Umfeld aufmerksam auf mögliche Anzeichen und Symptome achtet. In erster Linie ist diese Form der Demenz von einem voranschreitenden Gedächtnisverlust geprägt. Es werden jedoch zahlreiche andere geistige Fähigkeiten mit beeinträchtigt:

 

  • Die Gedächtnisleistung: Es kommt zu einer sehr grossen Vergesslichkeit und einer eingeschränkten Merkfähigkeit. Alltägliche Aufgaben, wie Kochen, können verlernt werden. Bei einer starken Altersdemenz können eigentlich bekannte Personen nicht wiedererkannt werden.
  • Das Denkvermögen: Es kommt beispielsweise zu einem zusammenhangslosen Antworten auf gestellte Fragen. Unter anderem liegt das an einer geringen Konzentrationsfähigkeit.
  • Die Sprache: Die Betroffenen sprechen verlangsamt und undeutlich. Sie wiederholen immer die gleiche Frage, auch bevor sie auf eine gestellte Frage antworten.
  • Die Motorik: Das praktische Geschick lässt im Verlauf der Krankheit nach.
  • Depressionen: Es kann zu einer starken Antriebslosigkeit kommen und die Persönlichkeitsstruktur ändert sich. Die Krankheiten bringen starke Einschränkungen im Alltag der Betroffenen mit sich. Je stärker eine Altersdemenz fortgeschritten ist, umso negativer wirkt sich das auf die Bewältigung alltäglicher Aufgaben aus. Es ist wichtig möglichst schnell zu reagieren, sollten sich derartige Anzeichen bemerkbar machen. Desto früher die Krankheit erkannt wird, umso besser kann der Krankheitsverlauf eingedämmt werden.

Wie kann ich Alzheimer vorbeugen?

Diese und ähnliche Fragen rücken in unserer alternden Gesellschaft immer mehr in den Fokus. Es gibt Möglichkeiten, das Risiko einer Erkrankung zu mindern.

 

  • Durch ausreichend Bewegung: Bewegung ist nicht nur für Ihren Körper gut. Auch das Gehirn profitiert von ausreichend Bewegung, da es besser durchblutet wird. Schon 15 Kilometer Spazierengehen pro Woche verringern das Risiko, an einer Demenz zu erkranken um bis zu 40 Prozent.
  • Eine gesunde Lebensweise: Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle für das Gehirn. Nimmt man gesunde Mahlzeiten zu sich, so lässt sich die Konzentration und auch die Merkfähigkeit erheblich steigern. Besonders gut ist Grüner Tee für die grauen Zellen, da er nicht nur Ihre geistige Leistungsfähigkeit steigert, sondern auch Alterskrankheiten wie Demenzen vorbeugt. Vermeiden sollten Sie vor allen Dingen sehr fettreiche Nahrung und Fertiggerichte, da diese nach neuesten Erkenntnissen Alzheimer begünstigen.
  • Ein wissenschaftliches Gehirntraining: Dass man seinen Kopf immer beschäftigen sollte, ist Ihnen sicher bekannt. Denn auch für das Gehirn gilt 'Was rastet, das rostet'. Rätselspiele (wie Sudoku) sind sicher ein guter Ansatz, jedoch beschäftigen sie das Gehirn nur sehr einseitig. Es entsteht ein Automatismus und Ihr Kopf wird schon sehr schnell nicht mehr gefordert. Mit dem richtigen Gehirntraining können Sie hingegen dem Alzheimer vorbeugen.

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